Als man gerade anfing zu glauben, die „Abgas-Welle“ sei nun abgeklungen, berichtet die Tagesschau von neuen Erkenntnissen im VW-Abgasskandal. Gestützt auf Recherchen des Südwestrundfunks (SWR) heißt es, VW habe auch in „die Motorreihe EA 288, den Nachfolger des Motors EA 189, der im Zentrum des ersten Diesel-Skandals stand“ eine „illegale Abschalteinrichtung“ eingebaut. Damit wären folglich auch die VW-Diesel-Motoren mit Euro-6-Abgasnorm vom Abgasskandal betroffen.

Recherche des SWR: Interne VW-Unterlagen der Abteilung technische Entwicklung

Dem SWR liegen nach eigenen Angaben VW-interne Dokumente vor, aus denen hervorgehe, dass „in neuere VW-Diesel-Motoren mit Euro-6-Abgasnorm eine Software eingebaut“ sei, die erkenne „ob das Fahrzeug sich auf einem Prüfstand befindet“. Auch finde sich in den Dokumenten „eine Beschreibung, des SCR-Dosierstrategie im Zyklus und außerhalb des Zyklus“. Nick Schader vom SWR erklärt: „SCR steht für steht für Katalysatoren, bei denen Harnstoff (AdBlue) zur Abgasreinigung eingespritzt wird“.

Gleiche Software wie im „ersten“ Dieselskandal: VW-Unterlagen beschreiben dies detailliert

Weiter berichtet der SWR, dass in den vorliegenden internen VW-Unterlagen, detailliert beschrieben werde, „wie die sogenannte ‚Zykluserkennung‘ bei diesem Motor [EA 288] funktioniert“. Erschreckend: Diese Zykluserkennung, also die im Auto eingebaute Software, „die erkennt ob gerade ein Abgastest durchgeführt wird … war auch bei Fahrzeugen des ersten ‚Diesel-Skandals‘ eingebaut“.

VW-interne technische Beschreibung des EA 288: Erkennungssoftware im Motor

In der VW-internen technischen Beschreibungen des Motors EA 288, die dem SWR nach eigener Aussage vorliegt, heißt es wörtlich: „Nutzung und Erkennung des […] NEFZ, um die Umschaltung der Rohemissionsbedatung streckengesteuert zu auszulösen.“ Zum Verständnis: NEFZ (neuer europäischer Fahrzyklus) ist das Abgas-Testverfahren in der EU, dessen Durchführung auf dem Rollenprüfstand stattfindet. Die zitierte technische Beschreibung deute darauf hin, dass im Motor EA 288 Software eingebaut ist, durch die „das Fahrzeug erkennt, ob es auf einem Prüfstand steht“, so der Abgasexperte Axel Friedrich, der auch den „ersten“ Diesel-Skandal mit aufdeckte. Durch diese Erkennung werde „nur dann [auf dem Prüfstand] … ausreichend AdBlue eingespritzt“ wohingegen „im normalen Fahrbetrieb auf der Straße viel weniger AdBlue verwendet“ werde, so der Experte weiter.

VW streitet alles ab – Beweisen Dokumente, dass die Kunden wieder getäuscht wurden?

Auf Nachfrage des SWR weist VW alle Anschuldigungen einer Manipulation des Motors EA 288 ab: „Wir untersuchen diesen Themenkomplex seit 2015 und die Ergebnisse aller Untersuchungen und Messungen bestätigen nach unserem aktuellen Wissenstand die Erkenntnis, dass die Nutzung von Fahrtkurven beim EA288 Motor keinen Einfluss auf die Einhaltung von Emissionsgrenzwerten haben oder hatten.“ Dass jedoch in den eigenen VW-internen Unterlagen der Abteilung technische Entwicklung, eine für den Motor EA 288 verwendete Software mit der Funktion der Zykluserkennung beschrieben wird, scheint VW an dieser Stelle nicht zu bedenken.

Fazit: Der Abgas-Skandal erreicht neuen Höhepunkt – Kunden haben Anspruch auf Schadensersatz

Mit der Recherche des SWR erreicht der Abgasskandal ein ganz neues Level: Die VW-Motorreihe EA 288 wurde seit 2012 in hunderttausende Diesel-Fahrzeuges des Konzerns eingebaut – als Nachfolger des vom ersten Diesel-Skandal betroffenen Motors EA 189. Die neue Motorreihe findet sich sowohl im Golf, Tiguan und Passat, als auch in verschiedenen Modellen von Audi, Seat und Skoda. Gerichte werden mit einer neuen Klage-Welle rechnen, denn Kunden dürfen -zu Recht- Schadensersatzansprüche geltend machen. Denn was letztendlich bleibt, sind Verbraucher, die sich betrogen fühlen. Sollten Sie dazugehören und Ihre Ansprüche geltend machen wollen, wenden Sie sich gern an uns – BERND Rechtsanwälte greifen für Sie durch! Ob Sie Ansprüche geltend machen können, teilen wir Ihnen gern nach einer kostenfreien Ersteinschätzung mit.

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